Boxen: M. Elena Bey Vizemeisterin

Die Boxerin M. Elena Bey der Humboldt Universität zu Berlin sorgt für einen spannenden Faustkampf und erringt den Vizemeistertitel bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft in Rostock.

M. Elena Bey (links)

Mit großen Erwartungen, auch dieses Jahr einen Meistertitel in der A-Klasse erkämpfen zu können, reiste die 28-jährige Boxerin M. Elena Bey, Promovierende in der Sportwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, selbstständig nach Rostock an und wurde vor Ort vom Marburger TrainerRonald Leinbach und vom Kostheimer Trainer Tom Leidenheimer betreut.

Bey startete in der leichteren Gewichtsklasse Federgewicht (bis 57 kg), um mit mehreren Boxerinnen konkurrieren zu können – doch siehe da – es sind wieder nur zwei weitere Gegnerinnen angemeldet. Ein Kampf im Halbfinale bleibt aus. Durch Lospech am Vortag rutschte Bey direkt ins Finale. Dort bestritt Bey ihren 13. Kampf gegen die erfahrene Ramona Graeff (35 Kämpfe). Die starke Düsseldorferin aus der blauen Ecke zeigte sich sehr beweglich im Ring, doch Bey wich ihr nicht von der Seite. Gekonnt baute Bey den Druck aus der Mitte auf und scheuchte Ramona immer wiederin die Seile. Viele Gegenschläge wurden durch Bey souverän abgewehrt, aber die Düsseldorferin nutzte die Lücken und setzte sich mit starken Führhandgeraden durch. Die deutlichen Treffer und der Sieg gingen verdient an die blaue Ecke. Mit höchstem kämpferischen Einsatz wird aus Bey eine zufriedene Vizemeisterin. Ein Resultat, auf dem sichbei den anstehenden Kämpfen im Sommer und Herbst 2017 aufbauen lässt.

Elena Bey bedankt sich herzlichst für das Training und die Wettkampfvorbereitung beim Boxstudio Berlin und SV Nord Wedding unter der Leitung von Udo Ziebarth und Rene Deutschmann. Darüber hinaus gilt der Dank auch an Ronald Leinbach vom Boxclub Marburg und dem Kostheimer Trainer Tom Leidenheimer, die sie am Wettkampftag zu ihrem boxerischen Erfolg geführt haben.

Boxen: Deutsche Hochschulmeisterschaft

Deutsche Hochschulmeisterschaft
3 Boxerinnen aus Berlin schlagen sich tüchtig in der A-Klasse.

Die selbständig nach Hessen angereisten Boxerinnen der HU Berlin und TU Berlin wurden vor Ort vom Marburger und Tübinger Trainer Darius Shabany und Jakob Marquardt betreut und ergatterten nach monatelanger Vorbereitungszeit erste Kampferfahrungen und zwei Titel in der A-Klasse.

M. Elena Bey, Promovierende in der Sportwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, startete nach der Absage einer dritten Kämpferin am Vortag im Leichtgewicht (bis 60 kg) direkt im Finale. Hier konkurrierte sie souverän mit der erfahrenen, aufwartenden Offenbacherin Katrin Hühn. Dass es schwer werden würde, die Titelverteidigerin mit mehr als 70 Kämpfen zu besiegen, war Bey bewusst. Trotz ihrer Handvoll Kämpfen bestritt die Berlinerin alle vier Runden mit höchstem kämpferischen Einsatz und wehrte die Gegenschläge gekonnt ab. Die Kampferfahrung reichte für Bey allerdings nicht aus: der Sieg ging verdient an die starke Offenbacherin aus dem Jahr 2014 zurück. Aus der Vizemeisterin Bey wird eine überglückliche Studentin der HU.

Elena_Ring

Elana Bey im Ring

Elena_Urkunde

Elena Bey mit Urkunde


Im Fliegengewicht (bis 51 kg) startete Julia Geßner von der Technischen Universität Berlin. Die angehende Physikerin hatte leider Los-Pech und setzte sich mit der etwas kleineren, aber sehr starken bayerische Gegnerin auseinander. Geßner hielt die stechende Kölnerin entschlossen auf Distanz und provozierte mit überraschenden Auf- und Seitwärtshaken. Die langen, geraden Konterschläge aus der roten Ecke kamen jedoch zu schnell, sodass der Turniersieg schließlich der Kölnerin überlassen werden musste. Geßner zeigte sehr gute Leistung und sichert sich damit Platz Nr. 3 auf dem Treppchen.

Julia Geßner im Ring

Julias Geßner im Ring

Julia Geßner

Julia Geßner


Fazit:
2 Berliner steigen zum ersten Mal in das A-Turnier der Deutschen Hochschulmeisterschaft ein, sammeln viel Kampferfahrung und sichern sich einen zweiten und dritten Platz. Diese Erfolge machen Mut für weiteres gezieltes Training, das beim SV Nord Wedding mehrmals die Woche durchgeführt wird. Vielleicht kann dann bereits im nächsten Jahr eine der Berliner Faustkämpferinnen den DHM-Meistertitel abstauben.
ElenaJuliaDie Berliner Faustkämpferinnen bedanken sich herzlichst für das Training und die Wettkampfvorbereitung bei der SV Nord Wedding unter der Leitung von Udo Ziebarth und Rene Deutschmann.

 

Boxen: Kampftag in Elmshorn 15.07.16

Mehmet Karnat hat seinen Kampf verloren. Er war seinem Gegner überlegen, aber anstatt seine Überlegenheit ausnutzen machte er immer nur das Nötigste.
Dabei ließ er sich auch immer wieder in die Ecke drängen und wurde zwangsläufig auch getroffen. Es kamen keine richtigen Gegenangriffe, so das es für die Kampfrichter eine klare Entscheidung war.
Unfassbar wie Mehmet dann mit dem Urteil haderte. Ich muss zugeben, ich war richtig innerlich sauer über seinem Kampf und seine Einstellung. Diese Lustlosigkeit, die er nach Außen vermittelte, ist für mich nicht nachvollziehbar. Man hat das Gefühl, das alles bei ihm links rein und rechts wieder rausgeht.

Becht hat ein Unentschieden geboxt. Hier hat der Kampfrichter seinen Beitrag dazu geleistet. Becht wurde ständig an seiner gestreckten Führhand vom Gegner festgehalten. Daraufhin kam es zu einer Abmahnung wegen gestrecktem Arm. Krasser Fehler vom Ringrichter. Zwischendurch hat Becht seine Kontrolle verloren und fing an „rumzukeilen“. Gottseidank hat er die Kurve gekriegt und dann noch schön auf Distanz geboxt. Bei Becht muss nur die Strategie eingebläut werden und dann haben wir ihn soweit.

Highlights des Abends in Elmshorn

Naydin_StojanovNayden Stojanov hat gestern sein besten Kampf gemacht. Er hat sich so tapfer geschlagen gegen einen überlegenen Gegner. Ganz im Gegenteil, in der ersten Runde, hat er durch einige tollen Kombinationen seinen Gegner angeschlagen, das dieser sogar angezählt werden musste, die Sensation hing in der Luft.

Der hat sich davon aber nicht beirren lassen und ist weitermarschiert. So kam es, das Nayden letztendlich auch einmal in der zweiten Rund angezählt wurde. Nichtsdestotrotz, Nayden hat nicht aufgegeben sondern hat bis zur letzten Sekunde gefightet. Tolle Leistung.
Noch mehr Kondition, noch etwas Strategie, noch ein bisschen Technik und dann gehört er zur Elite.

Benito Sprick hat seinem Kampf mit einem 2:1 verloren, aber dieses Urteil war korrekt.
Vielleicht neige wir jetzt etwas zur Übertreibung aber das war ein Kampf der Titanen. Benitos Gegner war wirklich der Hammer. Da war kubanisch, russisch alles vereint, ein Golovkin der Amateure. Aber auch ein Golovkin findet seine Gegner, er heißt zwar nicht Avarez aber in unserem Fall Benito.
Ich kann diesen Kampf nicht beschreiben, nur soviel, das 700 km Autofahrt sich dafür gelohnt haben.

Mein Resümee: Das war der beste Gegner von Benito. Das war der beste Kampf von Benito und er steht kurz vor dem Sprung zu den Besten der Besten. Jetzt geht es in die Vorbereitung zur BM.

Trainer Udo Ziebarth